Frühe Hilfen für Familien
Aktiv im landesweiten Netzwerk
pro familia ist in vielen Landkreisen Kooperationspartnerin im Netzwerk Frühe Hilfen. Als Beratungsinstitution mit verschiedenen Angeboten zu allen Themen rund um Schwangerschaft und Geburt, Partnerschaft und Elternschaft beteiligt sie sich an der Umsetzung des Konzepts der Landesregierung Schleswig-Holstein für frühe Hilfen für Familien, das einen besseren und wirksameren Schutz von Kindern und Jugendlichen zum Ziel hat.
Eine enge Zusammenarbeit mit Familienhebammen, wie es das Programm des Jugendministeriums „Schutzengel für Schleswig-Holstein – Netzwerk sozialer und gesundheitlicher Hilfen für junge Familien“ vorsieht, wird in Norderstedt mit dem Angebot einer regelmäßigen Hebammensprechstunde und auch in den pro familia-Beratungsstellen in Stormarn und Geesthacht praktiziert.
pro familia Stormarn hat die Informationsveranstaltungen zu sozialrechtlichen Fragen um das Thema Gesundheit erweitert. Schwangere Frauen und deren Partner können bereits an diesem Abend die Familienhebamme und ihre Leistungen kennen lernen. Sozial benachteiligte Familien und allein erziehende junge Mütter erfahren mit diesem niedrig schwelligen Angebot Begleitung und Unterstützung von Anfang an.
In Geesthacht lädt ein Frühstückscafé schwangere Frauen und junge Mütter zum Klönen, Erfahrungsaustausch und Ratholen ein. pro familia, die Familienhebammen im Kreis Herzogtum-Lauenburg und der Evangelische Verein für Soziale Dienste St. Salvatoris haben die offene Gruppe ins Leben gerufen. Sie wird von einer Familienhebamme und einer Sozialpädagogin geleitet und soll der Isolation und daraus entstehender Überforderung entgegenwirken. Auch Projekte in Lübeck basieren auf dem engmaschigen Netz derartiger Kooperation. Eine gute Vernetzung besteht ebenso in Nordfriesland.
Im Kreis Schleswig-Flensburg hat pro familia das regionale Gesamtkonzept für Frühe Hilfen mitentwickelt. Zum Projekt gehört neben der Betreuung durch Familienhebammen ein Informations- und Gutscheinheft für alle werdenden Eltern. pro familia Flensburg schenkt zwei Angebote: Eine Paarberatung, um „neue“ Eltern in dieser Zeit vieler Veränderungen und Anforderungen professionell zu unterstützen, und „Eine Stunde für mich - Beratung für allein Erziehende“. „Denn wenn es Mutter und Vater gut geht, geht es meistens auch dem Kind gut.“ Informationen über weitere Hilfen für Eltern und sozialrechtliche Fragen können ebenso Thema sein. Auch im Kreis Rendsburg-Eckernförde gibt es demnächst ein Gutscheinheft.
In Neumünster ist die pro familia/AWO zusammen mit anderen Beratungsinstitutionen, Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen und der Jugendhilfe im Beirat „Frühe Hilfen“ aktiv, der u.a. in einem gemeinsamen Flyer über die verschiedenen Angebote für werdende Eltern und Familien informiert. Derartige Vernetzungen und Projekte gibt es noch nicht flächendeckend. In einigen Kreisen sind sie in der Planung oder kurz vor der Umsetzung.
Noch früher setzt das Projekt Eltern auf Probe an. Es bietet bereits 15-Jährigen die Möglichkeit, durch eigenes Erleben und fachliche Begleitung zu lernen und zu erfahren, was es bedeutet, Mutter und Vater zu sein. Nicht Abschreckung, sondern eine realistische Sichtweise und Auseinandersetzung mit Elternschaft ist das Ziel. Es soll unreflektierten Entscheidungen, Überforderung und Gewalt gegen Kinder vorbeugen.




